PHILLIP BOA

Kategorie
Konzert
Datum
23.03.2019 20:00
Veranstaltungsort
Reithalle Strasse E - Werner-Hartmann-Strasse 2, 01099 Dresden

EARTHLY POWERS ist Boas 19. Studioalbum, der Titel stellt einen Kommentar zur Weltlage dar und ist dazu eine Hommage an eines seiner Lieblingsbücher: „Earthly Powers“ des britischen Autors Anthony Burgess, ein Jahrhundertroman, der 1980 in Deutschland unter dem Titel „Der Fürst der Phantome“ erschien.


Man darf sich die zwölf Songs auf EARTHLY POWERS wie Episoden vorstellen: Boa singt über die Gegenwart, blickt zurück auf die Wege, die er in den vergangenen Jahren gegangen ist. „Im Kern ist es ein Album über die Freiheit“, sagt er. „Es erzählt davon, dass es sich lohnt, für die Freiheit zu kämpfen. Aber auch davon, dass heute viele Menschen Freiheit mit Egoismus und Hedonismus verwechseln.“

Boa selbst ist heute freier denn je. Ein deutscher Indie-Star ist er noch immer, aber die Musikindustrie kümmert ihn nicht mehr. Boa geht seine eigenen Wege, macht nur das, wovon er wirklich überzeugt ist. Und diese Haltung kommt an.

Das aktuelle Album ist ein großes Statement. „Eine Reminiszenz an diese Kunstform, wohlwissend, dass sie vom Aussterben bedroht ist“, sagt Boa. P


Die Platte beginnt mit einem Hit. Die Single „A Crown For The Wonderboy“ hat knackige Gitarren, eine 1a-Refrainmelodie – und erzählt vom Egoismus dieser Tage, vom Zwang der ständigen Selbstoptimierung und Selbstinszenierung.

Boa-Fans fühlen sich direkt heimisch auf dieser Platte, doch Boa führt die Hörer in neue Räume. „Cowboy On The Beach“ klingt lässig und episch, er findet als Sänger einen neuen Erzählton, seine Vocals sind weicher, bieten mehr Nuancen. „Ich habe mir die Zeit genommen, mich als Sänger noch einmal weiterzubilden“, sagt er. „Ich hatte den Eindruck, die neuen Songs verlangen danach.“


Während auch das treibende „The Wrong Generation“ das verschenkte Leben vieler seiner Zeitgenossen kritisiert, erzählt „Nightclub Flasher“ von einem Typen, den Boa früher kannte: „Der ist auf einem falschen Acid-Trip hängen geblieben, führte ein paralleles Leben.“ Sehr persönlich, beinahe intim wird es auf „Drown My Heart In Moonshine“, Boa erinnert sich an eine Zeit, in der er viel trank, durch die Straßen zog – auch, um von den Erwartungen zu flüchten.

 

„Das war nicht wirklich gesund, aber ich habe dieses Umherwandern in den Straßen auch als Freiheit empfunden.“ Der Song wird dieser besonderen Atmosphäre gerecht, ist eine dieser großen Boa-Balladen. „Mir sind solche Stücke länger nicht mehr gelungen, ich bin glücklich, dass es nun wieder geklappt hat.“ Und zwar nicht nur einmal: Auch „Strange Day After The Rain“ und „Cruising“ besitzen enormen Tiefgang, nehmen sich Zeit.

 
 

Alle Daten

  • 23.03.2019 20:00

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